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Heldinnen

That's

Why

Bist du eine Heldin?

Nein? Andere vielleicht, aber ich doch nicht!
Bei vielen Frauen löst der Begriff «Heldin» Unbehagen aus. Denn solche Begriffe «darf man» sich doch nicht selbst an die Brust heften. Oder?

Bist du eine Heldin? -> Finde es Raus!


 

​[ Was assoziierst du damit? ]

Wenn wir aus dem Stehgreif eine Liste zu Helden-Eigenschaften machen würden, was würde darin vorkommen? Wohl sicher Mut, Tapferkeit, Grenzen sprengen, Gefahren trotzen, Hindernisse überwinden, Kampf, Sieg, Jemand besiegen. Vielleicht steigen auch Bilder von Superman, Iron Man, Hulk, Wolverine & Konsorten auf?

In unserem Geist (und unserem Gesellschaftswahrnehmung tief verankert) sind Helden starke Männer wie einst Odysseus, der 1000 Gefahren überwunden hat, sich mit einäugigen Riesen herumschlug, ganze Städte bezwang und sich gegen böse Zauberinnen und verführerische Sirenen behaupten musste. Unterm Strich zeugt das von folgendem Bild: Eine Heldenreise ist nur dann wirklich heldenhaft, wenn Kampf, Blut, Gefahren und Besiegen darin vorkommt ... alles durch und durch eher dem Männlichen zugeschriebene Aspekte.

 

Ich wage zu behaupten, dass dieses gesellschaftliche Bild, das über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation in Geschichten und Erzählungen weitergegeben wurde und sich damit tief ins kollektive Bewusstsein eingeprägt hat, nach wie vor mitschwingt, wenn uns der Begriff «Held» begegnet.
Kein Wunder also, dass sich viele Frauen mit solch einem von männlichen Attributen geprägten Heldenbild und folglich auch mit dem Begriff an sich nicht identifizieren ... so heldenhaft sie auch agieren mögen.

[ Held:innen-Tum mal anders betrachtet ]

Interessanterweise dominiert in unserer Gesellschaft nach wie vor das Heldenbild von Menschen, die besondere Ego-Leistungen vollbringen. Sonst wären Fussballprofis, (Möchtegern-)Stars und Superreiche nicht die Promis, die aktuell das Medienbild prägen und definitiv gesellschaftlich Influencer-Status innehaben. Wo aber kriegen die Held:innen ihre Medaille, die sich durch Engagement für das Gemeinwohl und die Gesellschaft, durch besonderes Servant Leadership oder ihre Einsatzbereitschaft für Mitmenschen auszeichnen?
Dass Frauen auf ihre eigene Art und Weise durchaus heroische Taten vollbringen, ist weder ihnen selbst noch der Gesellschaft als solches bewusst. Denn wie oft ...

 

... sähen sie Kooperationsbereitschaft und Dialog, wo Konfliktkultur herrscht?
... geben sie dem Lebensdienlichem Nährboden und denken Generationenübergreifend statt im Sinne von «Nach-mir-die-Sintflut» zu handeln?
... legen sie den Fokus auf Integration statt Exklusion?
... stellen sie ihr eigenes Ego zurück, damit WIR-Kultur Raum bekommt?
... bringen sie als Pionierinnen zukunftstragende Ideen und Impulse ein, die tiefgreifenden positiven Social und Environmental Impact haben?
... leisten sie nicht auf rein ehrenamtlicher Basis unzählige Stunden Care-Arbeit für familiäres und gesellschaftliches Engagement?

 

All dies sind die weiblichen Facetten von Heldentum ... Stories und Geschichten, die erzählen von tausenden und abertausenden Heldinnen, die tagtäglich undercover unsere Gesellschaft zu einem Platz für möglichst Alle statt für den Benefit einiger Weniger zu machen. Gerade diese Menschen sind es jedoch, die sich den Helden-Status nicht selbst an die Brust kleben.

[ Re-Framing: Was Held:innen-Tum wirklich ausmacht ]

Wahre Held:innen sind für mich Frauen und Menschen, die authentisch, selbstbestimmt und mutig ihren Weg gehen (wenn nötig auch gesellschaftlichen Konventionen und Hindernissen zum Trotz), und gleichzeitig mit Blick auf’s grössere Ganze leben, ihrer Herzensstimme folgen und ihrer Kraft vertrauen.

Die Frage ist aber auch, was Held:innen-Tum für dich ausmacht?
Womit zeichnen sich wahre Held:innen für dich aus?
Was davon lebst du? - Was davon würdest du gern leben?
Wie kannst du mehr Held:innen-Kraft in dein Leben bringen?

[ Warum es Deine Held:innen-Essenz auf dieser Welt braucht ]

 

Jeder Mensch trägt etwas Einzigartiges in sich. Eine Essenz, die nur du zum Gesamt-Puzzlebild des Lebens beitragen kann. Lebst du sie nicht, so fehlt der Welt ein Puzzleteil zur Vollständigkeit und dir eine essenzielle Grundlage, dich lebendig zu fühlen. Lebst du diese, so stellt sich Lebensfreude, Leichtigkeit und Leuchtkraft in deinem Leben ein; du bist dir deiner Selbst bewusst und kannst dieses Selbstbewusstsein auch nach Aussen tragen. Authentisch – und ganz ohne als Selbstdarstellerin wahrgenommen zu werden. Denn ja, du darfst!

 

Du darfst ...

... DEIN Leben leben (und das «macht man .../was sollen denn die anderen denken» getrost über Bord werfen)
... Facetten-Reich sein (und all deiner Vielfalt Raum geben)
... Nein sagen (und dich selbst zum wichtigsten Menschen in deinem Leben machen)
... Bühne betreten (und mit deinen Fähigkeiten, Stärken und Know-How sichtbar werden)
... Heldinnenkraft strahlen lassen (und dir selbst auf die Schulter klopfen)


Frauen Let it SHINE


Und ... was ist deine ganz ur-eigene Heldinnen-Essenz?



 


 

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